Am 12. Juni 2026 fand in der Aula zum zweiten Mal für alle Zehntklässler das Interview mit dem DDR-Zeitzeugen Thomas Drescher statt, der von seinem gescheiterten Fluchtversuch berichtete, als er im Januar 1989 zusammen mit einem Freund die Berliner Mauer in Glienicke-Nordbahn mit einer selbstgebauten Leiter zu überwinden versuchte.
Von DDR-Grenzern überwältigt, durchlebte er nach seiner Verhaftung am eigenen Leib, wie die DDR mit Menschen umgegangen ist, die dem „realexistierenden Sozialismus“ entfliehen wollten: drei Monate Untersuchungshaft in Oranienburg, Verurteilung zu 15 Monaten Haft und Zwangsarbeit im Stahlwerk Riesa waren die Folge, bis er endlich im Oktober 1989 von der Bundesrepublik Deutschland als einer der letzten politischen Häftlinge freigekauft wurde.
Als „Extra-Zugabe“ hatten interessierte Schülerinnen und Schüler am 17. Juni zudem die Gelegenheit, in einem Comic-Workshop mit zwei Berliner Grafikern die Geschichte von Herrn Drescher künstlerisch aufzuarbeiten.


