Wie war das Leben in der DDR? Warum wurde die Berliner Mauer gebaut und welche Folgen hatte sie für die Menschen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler während unserer Projektwoche zum Thema „DDR und die Mauer“.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Dort konnten wir originale Mauerreste, Wachtürme und Ausstellungen besichtigen. Besonders bewegend waren die Berichte über Menschen, die bei Fluchtversuchen ihr Leben riskierten oder Familien, die durch die Mauer jahrzehntelang getrennt wurden.
Geschichte konnte man in dieser Woche aber nicht nur sehen, sondern auch schmecken. Gemeinsam bereiteten wir typische Gerichte aus der DDR zu. Auf dem Speiseplan standen unter anderem DDR-Jägerschnitzel mit Nudeln sowie eine herzhafte Soljanka. Dabei erfuhren wir auch, wie kreativ viele Menschen in der DDR beim Kochen sein mussten, weil nicht immer alle Lebensmittel verfügbar waren.
Ein weiterer Ausflug führte uns in die Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam. Das ehemalige Gefängnis erzählt eindrucksvoll von politischer Verfolgung und den Schicksalen vieler Menschen, die dort inhaftiert waren. Die Ausstellung machte deutlich, welche Bedeutung Freiheit und Menschenrechte haben.
Anschließend besuchten wir das Mauermuseum am Checkpoint Charlie. Dort konnten wir zahlreiche spektakuläre Fluchtgeschichten kennenlernen und wurden von einem Zeitzeugen und Fluchthelfer durch die Ausstellung geführt. Besonders beeindruckend waren die selbst gebauten Fluchtfahrzeuge, Verstecke und anderen kreativen Ideen, mit denen Menschen versuchten, die DDR zu verlassen.
Zum Abschluss der Projektwoche sahen wir gemeinsam den Film „Good Bye, Lenin!“. Der Film verbindet ernste historische Ereignisse mit humorvollen Momenten und zeigte uns noch einmal, wie tief die politischen Veränderungen das Leben der Menschen beeinflussten.
In einer gemeinsamen Abschlussrunde fassten wir unsere Eindrücke zusammen. Viele fanden die Woche spannend, abwechslungsreich und sehr lehrreich. Besonders die Besuche der Gedenkstätten machten Geschichte greifbar und regten zum Nachdenken an. Einig waren sich alle Schülerinnen und Schüler darin, dass sie froh sind, heute in einem freien und demokratischen Land zu leben und nicht mit den zahlreichen Einschränkungen des Alltags, der fehlenden Reisefreiheit und der ständigen Überwachung in der DDR leben zu müssen.
Die Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, damit Freiheit, Demokratie und Menschenrechte auch in Zukunft selbstverständlich bleiben.
